Please click here for the english version. In Deutschland wurde ein Lebensmittelskandal mit Dioxin-Verseuchten Lebensmitteln (bis jetzt sind Eier, Geflügel und Schweinefleisch betroffen) Ende 2010 aufgedeckt und die Öffentlichkeit 2011 informiert. Laut der Europäischen Union begann der Vorfall als Fett – von einer Biodieselfirma – welches eigentlich für Industrieprozesse verwendet wird mit pflanzlichen Futterfetten gemischt wurde um Tierfutter herzustellen. Das kontaminierte Futter wurde an verschiedene landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland ausgeliefert und durch Schweine und Hühner konsumiert deren Fleisch und Eier nun höhere Dioxinwerte aufweisen als das EU-Recht vorsieht. Die meisten betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe sind Schweinefarmen in Niedersachsen. Einige der Eier wurden an weiterverarbeitende Betriebe in den Niederlanden geliefert und 14 Tonnen pasteurisierte Eier wurden nach Großbritannien geschickt, wo diese die in die Nahrungskette eingebracht wurden. EU-Verantwortliche sagen dass sie über den Vorfall am 27 Dezember 2010 zum ersten Mal von Deutschland informiert wurden. Aber die erste Nachricht bezog sich nur auf eine Lieferung – 26 Tonnen – von kontaminierten Futtermitteln. Am 3 Januar 2011 realisierten deutsche Beamte dass die Kontaminierung weitaus größer war – insgesamt neun Lieferungen, geliefert an 25 Futterhersteller. Das Ministerium von Schlesweig-Holstein sagt jedoch, der Dioxinalarm begann schon im März 2010. Dem verantwortlichen Betrieb wird unterstellt die Behörden nicht informiert zu haben. Testresultate die später durch das Ministerium veröffentlicht wurden zeigen, dass das Fett im Futtermittel den Grenzwert um das 77-Fache übersteigt.
Es ist zu einfach die Industrie allein verantwortlich zu machen – Konsumenten tragen eine Teilverantwortung
Umweltschützer machen die industrialisierte Lebensmittelproduktion für den Dioxinskandal verantwortlich. Eine Teilschuld trägt sicherlich die Industrie und vor allem die Betriebe die Gesetze brechen und deswegen zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Zum Teil ist jedoch auch der sehr preissensitive Lebensmittelkäufer verantwortlich. Diese Konsumenten die nur auf den Preis schauen setzen die Industrie indirekt unter Druck die Preise weiter zu senken. Ein Resultat ist, dass obwohl der Lebensmittelabsatz in 2009 konstant blieb, die Lebensmittelumsätze um 4% gefallen sind.
Unterstützt kleine lokale Produzenten anstatt ausschließlich die Supermarktketten
Nichts ist umsonst, dies sollte der Konsument im Hinterkopf behalten wenn er einkaufen geht. Natürlich ist es für manche Menschen nicht möglich andauernd biologische Produkte einzukaufen und man könnte argumentieren dass biologisch nicht immer besser ist. Eines ist jedoch sicher, ab und zu bei lokalen kleinen Produzenten einzukaufen die ihre Wertschöpfungskette in der eigenen Hand haben (Produzenten die zum Beispiel den Mais ohne künstliche Dünger selbst anbauen den sie zum Futtern ihrer Hühner verwenden) wird helfen die Produktvielfalt zu erhalten oder gar zu stärken. Wenn der nächste Lebensmittelskandal kommt hat man wenigstens einen lokalen Produzenten von dem man einkaufen kann… foodieSquare unterstützt die europaweite Lebensmittelvielfalt und -kultur Indem wir kleinen traditionellen Lebensmittelproduzenten ermöglichen auf unserem Marktplatz online ihre Produkte zu verkaufen, verfolgen wir dasselbe Ziel wie die Slow Food Bewegung, nämlich die unzähligen traditionellen Getreidesorten, Gemüsesorten, Tierrassen und Lebensmittel zu schützen. Diese würden ansonsten durch industrialisierte Lebensmittelproduktion und Fast Food verdrängt werden. Sammy



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