Kaisergranat auf Blattspinat mit geräuchertem Reis

Kaisergranat auf Blattspinat mit geräuchertem Reis

Kaisergranat auf Blattspinat mit geräuchertem Reis

für 2 Personen

Der “Kaisergranat”, auch Langustine oder Scampo genannt, ist bei Gourmets heiß begehrt. Frisch von der Küste Dänemarks kamen sie in unserer TastyBox. Echte Frische erkennt man am leicht rosafarbenen und transparentem Fleisch.  Geräucherter Basmatireis aus Indien von Lotao ist mit seinem holzig- rauchigem Aroma eine standesgemäße Beilage für die kaiserlichen Krustentiere. Was für ein edles Sommer-Gericht!

Zutaten:

  • 500 g Kaisergranat mit Kopf und Schale
  • 150 g geräucherter Reis “Oriental Sensation Smoked”, Lotao
  • 150 g Reis 1 Tütchen Safran (0,125 g)
  • 250 g frischer Blattspinat
  • 50 g Mandelblättchen
  • 2 EL Rosinen/Sultaninen
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Bio-Zitrone
  • 100 ml Olivenöl
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 100 ml Weißwein

Die Kaisergranate gründlich waschen und abtropfen lassen. Mit einer spitzen Schere oder einem scharfen kleinen Küchenmesser an der Bauchseite der Länge nach bis zum Schwanzende vorsichtig aufschneiden und den dünnen schwarzen Darm am Rücken entfernen. 2 Kaisergranate bis auf den Darm, der entfernt wird im Ganzen lassen, bei den restlichen das Schwanzteil vom Kopfteil lösen. Dabei Kopf- und Schwanzteil jeweils in eine Hand nehmen und mit einer leichten Drehbewegung ablösen.

Die Schalotten und den Knoblauch schälen und fein hacken. 2 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen. Die Hälfte der Schalotten hineingeben und glasig dünsten. Den Reis einrühren und kurz anschwitzen. Mit 400 ml Wasser aufgießen, mit ½ TL Salz würzen und kurz zum Kochen bringen. Zugedeckt 15 Minuten bei kleiner Hitze garen, dabei gelegentlich umrühren.

Den Spinat verlesen, welke Blätter und grobe Stiele entfernen. Den Spinat gründlich waschen und die Blätter in große Stücke zupfen. Die Mandelblättchen in einer beschichteten Pfanne ohne Fett hellgelb rösten. Mit den Rosinen unter den Reis mischen. Den Safran in einem Mörser zerstoßen, falls dieser nicht schon zerstoßen ist, und mit 50 ml heißem Wasser verrühren. Unter den Reis rühren, eventuell noch etwas heißes Wasser zufügen. Den Reis wieder zum Kochen bringen. Weitere 5 Minuten zugedeckt bei kleiner Hitze garen. Falls der Reis noch zu bisfest ist weiter garen lassen und ggf. etwas Flüssigkeit nachfüllen. Anschließend vom Herd nehmen und zugedeckt noch etwas quellen lassen.

Inzwischen in einem zweiten Topf die restlichen Schalotten und den Knoblauch in 2 EL Olivenöl glasig dünsten. Den tropfnassen Spinat zufügen, mit Salz und Pfeffer würzen und zugedeckt einige Minuten dünsten, bis er zusammengefallen ist. Das restliche Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Kaisergranate  mit der Bauchseite nach oben hineinlegen, mit Salz und Pfeffer würzen und 2–3 Minuten braten. Mit dem Weißwein ablöschen. Die Kaisergranate wenden und die Pfanne vom Herd nehmen. Kaisergranate noch 2 Minuten im Wein ziehen lassen. Eine Tasse mit kaltem Wasser ausspülen. Eine Portion Reis einfüllen, fest drücken und den Reis auf einen Teller stürzen. Den Spinat dazugeben und die Kaisergranate darauf anrichten. Nach Belieben mit Zitronensaft würzen.

Rezept von Kochbuchautorin Ingeborg Pils

Würziges Huhn mit Fenchelgemüse

Würziges Huhn mit Fenchelgemüse

für 2 Personen

Knuspriges Hähnchen mit dem Aroma Äthiopiens. Die scharfe Gewürzmischung “Berbere” von Madavanilla  ist in der äthiopischen Küche beheimatet und macht unser Hähnchen unwiderstehlich. Dazu empfehlen wir ein knuspriges Ciabatta. Da kommen Urlaubsgefühle auf!

Zutaten:

  • ½ Freilandhähnchen
  • 4 EL Olivenöl
  • Saft von 1 Bio-Zitrone
  • 1 TL Berbere-Gewürzmischung
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Salz
  •  ½ TL Piment d’Espelette (Premium Chili)
  • 2 Fenchelknollen
  • 200 g Cocktailtomaten
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200 ml Weißwein oder Brühe
  • 1 TL Oregano

Das Huhn unter fließendem kaltem Wasser waschen und mit Küchenpapier gut abtrocknen. 2 EL Olivenöl mit dem Zitronensaft, der Bebere-Gewürzmischung, Pfeffer und Salz verrühren. Das Huhn von allen Seiten mit dem Würzöl bestreichen, in eine feuerfeste Form legen und bei Zimmertemperatur 30 Minuten ziehen lassen. Den Backofen auf 200 °C (Umluft 180 °C) vorheizen. Das Huhn im heißen Ofen 30 Minuten braten. Dann die Temperatur auf 180 °C (Umluft 160 °C) reduzieren und das Huhn weitere 15 Minuten garen.  Unter das restliche Würzöl den Piment d’Espelette rühren. 5 Minuten vor Ende der Bratzeit nochmals mit Würzöl bestreichen. Sobald das Huhn im Ofen ist, das Fenchelgemüse zubereiten. Den Fenchel waschen und putzen. Trockene, vergilbte Stellen und die trockenen Enden der Fenchel-Stiele wegschneiden. Die Knollen der Länge nach vierteln und den harten Strunk herausschneiden. Die Tomaten waschen, die Schalotten schälen. Tomaten und Schalotten je nach Größe halbieren oder vierteln. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Das restliche Olivenöl in einem Topf erhitzen. Den Fenchel hineingeben und 5 Minuten von allen Seiten anbraten. Die Tomaten, die Schalotten und den Knoblauch zufügen und 2 Minuten anschwitzen. Mit dem Wein oder der Brühe ablöschen, mit Oregano, Salz und Pfeffer würzen und zugedeckt bei kleiner Hitze (Stufe 2 von 6) 20–25 Minuten garen. Das Huhn zerteilen und mit dem Fenchelgemüse anrichten. Mit einem knusprigen Ciabatta und einem leichten Weißwein servieren.

Rezept von Kochbuchautorin Ingeborg Pils

Wildkräutersalat

Wildkräutersalat der “Essbaren Landschaften”

für 2 Personen

Das geballte Aroma von 5 verschiedenen Wildkräutern steckt in diesem Salat. Frisch, würzig und leicht scharf kommt er daher und ist die Hauptattraktion bei jedem Essen. Einfach großartig!

Zutaten:

  • 50 g Wildkräutersalat “Mesclun” von “Essbare Landschaften”
  • 1 Bund Rucola
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 TL flüssiger Honig
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Die Wildkräuter und den Rucola verlesen, d.h. welke Blätter und grobe Stiele entfernen. Kräuter und Rucola waschen und trocken schleudern. Auf 2 Teller verteilen. Für das Dressing den Zitronensaft mit dem Öl und dem Honig verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Erst kurz vor dem Servieren das Dressing über den Salat träufeln.

Dazu empfehlen wir Spargel mit Kratzete und Schnittlauchsauce.

Rezept von Kochbuchautorin Ingeborg Pils

Sauerklee-Joghurt-Sorbet

Sauerklee-Joghurt-Sorbet

für 2 Personen

Ein sommerliches Dessert, nicht zu süß, dafür richtig frisch.

Zutaten:

  • 10 g Sauerklee
  • 125 g Sahne
  • abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Limette
  • 100 g Naturjoghurt
  • 50 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb

Den Sauerklee verlesen, waschen und trocken tupfen. Mit dem Joghurt und der Limettenschale im Mixer fein pürieren. Das Ei und das Eigelb mit dem Zucker schaumig schlagen. Das Sauerkleepüree unterrühren. Die Sahne steif schlagen und unter die Sauerkleemasse heben. In eine Metallschüssel umfüllen. Im Tiefkühlschrank 3 Stunden gefrieren lassen. Zwischendurch mehrmals durchrühren, damit die Sorbetmasse cremig wird und gleichmäßig gefriert. In 2 Cocktailgläsern anrichten.

Rezept von Kochbuchautorin Ingeborg Pils

Spargel mit Kratzete und Schnittlauchsauce

Spargel mit Kratzete und Schnittlauchsauce
Foto: Sandra Schölzel

für 2 Personen

Spargel mit Butter und Kartoffeln? Das war gestern! Mit diesem Rezept bringen wir frischen Wind in das Spargel- Repertoire. Luftige Kratzete und feine Schnittlauchsauce machen unser Lieblings- Frühlingsgemüse noch leckerer!

Zutaten:

  • 1 kg Spargel
  • Saft von 1 Limette
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 175 ml Milch
  • 2 EL Butterschmalz
  • 125 g Sahne
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Butter
  • 125 g Mehl
  • Salz
  • 2 Eier
  • 1 EL Speisestärke
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Messerspitze frisch geriebene Muskatnuss

Den Backofen auf 200 °C (Umluft 180 °C) vorheizen. Den Spargel waschen, die holzigen Enden abschneiden, die Stangen schälen. Spargelstangen nebeneinander auf ein tiefes Backblech legen. ½ TL Salz, 1 TL Zucker und den Limettensaft mit 300 ml Wasser verrühren und über den Spargel gießen. Die Butter in Flöckchen auf dem Spargel verteilen und das Backblech mit Alufolie fest verschließen. In den Backofen auf die mittlere Schiene stellen. Spargel im heißen Ofen 35–45 Minuten (je nach Dicke der Spargelstangen) garen.

In der Zwischenzeit das Mehl mit der Milch und 1 Prise Salz verrühren. Erst wenn der Teig ganz glatt ist, die Eier unterschlagen, damit sich keine Klümpchen bilden. Den Teig 20 Minuten ausquellen lassen. Teig nochmals durchrühren, eventuell noch etwas Milch zufügen. Der Teig sollte dickflüssig sein. Den Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in feine Röllchen schneiden. Schnittlauch beiseite stellen. Den Spargel aus dem Ofen nehmen und zugedeckt noch etwas ruhen lassen. Den Backofen ausschalten.

Für die Kratzete in einer beschichteten Pfanne etwas Butterschmalz zerlassen. 2 Schöpfkellen Teig hineingießen und die Pfanne so schwenken, dass sich der Teig gleichmäßig auf dem Pfanneboden verteilt. Wenn die Unterseite leicht gebräunt ist, der Teigrand sich kräuselt und die Oberfläche matt wird, den Pfannkuchen wenden und mit einer Gabel und der Bratschaufel in mundgerechte Stücke zerreißen. Bei kleiner Hitze goldbraun backen. Den restlichen Teig auf die gleiche Weise verarbeiten. Die Kratzete im abgeschalteten Backofen bei leicht geöffneter Ofentür warm halten.

Die Alufolie vom Spargel entfernen. Den Spargel auf eine Platte legen und ebenfalls im Ofen warm halten. Die Spargelbrühe durch ein Haarsieb in einen kleinen Topf gießen, die Sahne unterrühren und zum Kochen bringen. Die Speisestärke mit 50 ml kaltem Wasser verquirlen und nach und nach in die Spargelsauce rühren. Zwischendurch immer wieder die Konsistenz der Sauce prüfen. Ist sie sämig genug, die Sauce weitere 2 Minuten unter Rühren bei kleiner Hitze köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Spargel, Kratzete und Sauce getrennt servieren.

Dazu empfehlen wir einen Wildkräutersalat.

Rezept von Kochbuchautorin Ingeborg Pils

Macadamia-Brownies

Macadamia Brownies

für 2 Personen

Saftiger Teig, knackige Macadamianüsse und intensive Schokolade. Die dunkle Schokolade der Confiserie Simon wird 72 Stunden conchiert und entfaltet dadurch ihr volles Aroma. Witzige Idee: Im Einmachglas serviert, ist das Dessert ein echter Hingucker.

Zutaten:

  • 40 g Dunkle Schokolade von der Confisserie Simon
  • 75 g Butter
  • 2 EL gehackte Macadamianüsse
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 60 g Zucker
  • 2 EL Mehl

Den Backofen auf 170 °C (Ober-/Unterhitze) oder 150 °C Umluft vorheizen. Die Kuvertüre fein hacken. Ein Wasserbad vorbereiten. Dazu einen Topf ca. 5 cm hoch mit Wasser füllen und das Wasser zum Kochen bringen. Eine Schüssel, die so groß ist, dass sie über den Topf mit kochendem Wasser gehängt werden kann, ohne dass der Schüsselboden das Wasser berührt, über das heiße Wasserbad stellen. Die gehackte Kuvertüre mit der Butter in die Schüssel geben und über dem heißen Wasserbad unter Rühren schmelzen. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. In einer zweiten Schüssel das Ei mit dem Eigelb und dem Zucker zu einer dicklichen Creme aufschlagen. Die lauwarme Schokoladenbuttercreme mit dem Schneebesen unterrühren. Das Mehl mit den gehackten Nüssen vermischen und unter die Schokoladenmasse ziehen. 2 Einmachgläser (alternativ: Marmeladegläser) halbhoch mit der Masse füllen. In eine feuerfeste Form stellen und so viel heißes Wasser in die Form gießen, dass die Gläser zu 2/3 im Wasser stehen. Für 20–30 Minuten in den heißen Ofen stellen. Die Einmachläser aus dem Wasserbad heben. Die Brownies in den Gläsern erkalten lassen (nicht in den Kühlschrank stellen) und servieren.

Rezept von Kochbuchautorin Ingeborg Pils

Auf dem Trockenen sitzen? Nicht bei uns!

Die Cocktails der ersten Cocktail- TastyBox: Gin Basil Smash Nr.5 (links) und Lavendel Gimlet (rechts)

Essen ist fein, besonders aus der TastyBox. Das ist aber noch lange nicht alles! Dachten wir uns und kreierten prompt die erste Cocktailbox. Mit Shakeanleitung per Video, Rezept, allen Zutaten und natürlich: einer hochwertigen Spirituose, ging das Trinkvergnügen in die erste Runde. An zwei erfrischende Cocktails mit den Münchner Premium Gin „The Duke Gin“ durften sich die ersten Mixer versuchen.

Welche Drinks genau gemixt wurden, verraten wir Euch jetzt….

Gin Basil Smash Nr. 5

Eine Offenbarung für alle Freunde von erfrischend fruchtigen Cocktails, die gern mal Neues ausprobieren. Mit Basilikum, Zitronengras und Perger Apfelsaft ein echter Knüller. Die Aromen von Zitronenschale und Pfeffer im Gin harmonierten hervorragend.

Lavendel Gimlet

„Hab‘ ich selbst gemacht!“ ist einfach ein schönes Gefühl. Um den selbstgeshakten Cocktails nochmal eins drauf zu setzten, kochten die Cocktailliebhaber selbst einen Lavendelsirup aus mitgelieferten Lavendelblüten. Wenig aufwändig aber richtig lecker! Der eiskalte Drink mit blumig- herben und gleichzeitig frischen Aromen war mein persönlicher Favorit für einen warmen Sommerabend.

Was meint ihr? Lust bekommen?

Die nächste Cocktailbox kommt Ende Mai! Für alle, die bis dahin nicht auf dem Trockenen sitzen wollen, hier eine weitere Neuheit: Unsere erste Bier-TastyBox mit 9-12 Bierspezialitäten (3-5 verschiedenen Biersorten) ist da – und kommt pünktlich zum Vatertag bei Euch an! Der Countdown läuft bereits, nur noch 2 Tage bestellbar! Hier könnt ihr mehr erfahren.

Der Gärtner war’s!

Die Pioniere in Sachen Wildkräuter: Olaf Schnelle (links) und Ralf Hiene

Zwei Männer, zwei Berufungen, eine Leidenschaft.  Gärtner Olaf Schnelle und Koch Ralf Hiener entwickelten im März 2000 ein bundesweit einmaliges Projekt: Wildkräuter und essbare Blüten, über 100 verschiedene Arten, werden von ihnen gezüchtet und veredelt. „Essbare Landschaften“ tauften sie es und dieser Name könnte passender nicht sein. Beim frischen Geschmack der Wildkräuter, die an der Ostseeküste in Nordvorpommern gezüchtet werden, überkommt einen das Gefühl von kühler Meeresbrise.

Von wem die außergewöhnliche Idee der Kultivierung von Wildkräutern stammt? Klassischer Fall: Der Gärtner war’s! Gartenbauingenieur Olaf Schnelle widmete sich schon seit 1998 der Idee, Wildkräuter zu sammeln und sie in gehobenen Restaurants der Spitzengastronomie anzubieten. Ralf Hiener, damals mit eigenem Restaurant auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst an der Ostsee tätig, war erster Kunde. Ein Fernsehbericht über den „Kräutersammler Olaf Schnelle“ war dann Auslöser für die Gründung des Unternehmens. Ein Gärtner und ein Koch also, Pioniere in diesem Feld, die das intensive Aroma von Wildkräutern für jeden Genießer zugänglich machen wollen. Aber auch Spitzenköche wie Johann Lafer oder Joachim Wissler schätzen die Wildkräuter „Essbaren Landschaften“.

Ein spannendes Unterfangen! Denn der Umgang mit Wildkräutern ist immer wieder überraschend, oft nicht so einfach wie gedacht. Das Ackerhellerkraut zum Beispiel, das in großen Mengen auf dem benachbarten Feld gedeiht, wird dort mit großem Aufwand bekämpft. Weil Olaf und Ralf große Liebhaber dieses Krauts sind, wollen sie es in ihrem 2,5 ha großen Kräutergarten satzweise anbauen. Das Kraut jedoch, weigerte sich strikt. Wie die beiden später herausfanden, ist die Überlebensstrategie des Krauts, das Saatgut über Jahre verteilt keimen zu lassen. Viel Erfahrung, kreative Lösungen und Liebe zur Natur sind nötig, um die Wildkräuter zu „zähmen“,

denn als Gärtner lernt man ja nur, wie man Unkraut bekämpft, nicht aber, wie es kultiviert wird“, erklärt Olaf.

Für unsere TastyBox im Mai haben wir das Team mit ins Boot geholt und uns einen aromatischen Salat aus 5 frischen Wildkräutern zusammenstellen lassen. Die Mischung enthält auch besonders rare Kräutersorten, die nicht einzeln verkauft werden können, weil sie nur in sehr geringen Mengen geerntet werden könne. Zur Krönung kommt noch ein königliches Gemüse dazu: Weil bayerischer Spargel jetzt Erntezeit hat, und nicht importiert werden oder auf beheizten Feldern gedeihen muss, kommt er diesen Monat in die TastyBox. Dann können Wildkräuter und Spargel auf dem Teller beweisen, dass sie ein ebenso gutes Team sind, wie Olaf und Ralf.

Spitzkrautfleckerl

Spitzkrautfleckerl

für 2 Personen

Ein herzhaftes vegetarisches Gericht, das dank dem geräucherten Paprikapulver von der Manufaktur Madavanilla ein wunderbar rauchiges Aroma bekommt.

  • 400 g frischen Filderspitzkraut
  • 1 rote Zwiebel
  • 250 g breite Bandnudeln
  • Salz
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 40 g Butter
  • 1 TL Puderzucker
  • 1 Sternanis
  • ½ TL geräuchertes Paprikapulver
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 EL Akazienhonig-Essig
  • 1/2 Bund Schnittlauch

Das Spitzkraut halbieren und den dicken Strunk keilförmig herausschneiden. Das Spitzkraut in ca. 2 cm große Quadrate (Fleckerl) schneiden. Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Die Bandnudeln in kleine Stücke brechen. In reichlich kochendem Salzwasser knapp bissfest garen, dann abgießen. In der Zwischenzeit in einer tiefen Pfanne das Öl und die Butter erhitzen. Die Zwiebel dazugeben und glasig dünsten. Mit dem Puderzucker bestreuen und leicht karamellisieren lassen. Den Sternanis und das Paprikapulver zufügen. Das Spitzkraut untermischen und unter Rühren anbraten, bis es zu bräunen beginnt. Die Nudeln unter das Spitzkraut mischen. Mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken und kurz durchziehen lassen. Den Schnittlauch waschen, trockenschütteln und in feine Röllchen schneiden. Die Spitzkrautfleckerl auf den Tellern verteilen und  mit den Schnittlauchröllchen garnieren.

Rezept von Kochbuchautorin Ingeborg Pils

Kochbuchautorin Ingeborg Pils im Interview

Ingeborg Pils auf einem Markt in Hongkong

“Ich bin überzeugte Anhängerin von Slow Food. Ich will wissen, was ich esse, woher die Lebensmittel kommen und wer sie verarbeitet hat. Dennoch: Essen muss Spaß machen und schmecken. Wenn es dann obendrein noch gesund ist, umso besser.”

Kochbuchautorin und Fachjournalistin Ingeborg Pils hat schon die ganze Welt bereist und lässt sich dabei kulinarisch inspirieren. Viele unserer Rezepte der TastyBoxen stammen aus ihrer Feder. In einem Interview verrät sie uns, was Kochen für sie bedeutet.

Wer bist Du und was ist Deine Leidenschaft?

Ich bin Journalistin und Köchin aus Leidenschaft, außerdem bekennender Familienmensch. Zu kochen, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen, zu essen, zu trinken und zu reden – das ist für mich Leben und Genuss pur.

Wie bist Du zu Deinem Beruf gekommen?

Meine journalistische Karriere begann am Gymnasium. Hier war ich einige Jahre Chefredakteurin der Schülerzeitung. Außerdem bin ich in einem journalistisch geprägten, sehr gastfreundlichen Umfeld aufgewachsen und war schon in meiner Jugend eine neugierige Leseratte. Mein Vater war ein bekannter Fachjournalist, meine Mutter (und die Omas) leidenschaftliche und gute Köchinnen. Ich habe eine Schwester und einen Bruder. Meine Eltern haben großen Wert darauf gelegt, dass jeden Tag gemeinsam gefrühstückt und zu Abend gegessen wurde. Am schönsten waren die Sonntage. Da gab es ein spätes Frühstück, das dann in einen Brunch vor dem “Frühschoppen” (so hieß früher der Presseclub im Ersten) überging und am späten Nachmittag mit einem Sonntagsbraten endete.

 Was macht Dir am meisten Freude an Deinem Beruf?

Die Möglichkeit, ein Leben lang Neues zu entdecken und zu lernen – und dafür auch noch Geld zu bekommen. Außerdem lerne ich bei meinen Recherchen ständig Menschen und Plätze kennen, die vielen verborgen bleiben. Ich finde es spannender, irgendwo auf der Welt mit einem Koch auf dem Markt einzukaufen und zu kochen als “nur” in seinem Restaurant zu essen. Vieles, was man dabei erlebt, kann man sich mit Geld nicht kaufen.

Was ist das Verrückteste, was Dir in Deinem Beruf passiert ist?

Ich hatte bereits an über 50 Kochbüchern mitgearbeitet, als ich mehr aus Spaß (und weil ich seit meiner Kindheit Hunde habe) ein Backbuch mit Rezepten für Hundekekse geschrieben habe, das in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Daraufhin habe ich eine Menge E-Mails aus Australien und Neuseeland bekommen von “besorgten” Hundebesitzern, die glaubten, ihre Vierbeiner würden krank werden, weil einige Rezepte ihrer Meinung nach “giftige” Zutaten wie Rosinen oder Knoblauch enthalten. Zuerst war ich amüsiert, dann verärgert. Es wäre sehr schön, wenn sich Menschen um die Ernährung ihrer Kinder ebenso viele Gedanken machen würden, wie um das Futter ihrer Hunde.

Was ist Dein Lieblingsgericht und warum?

Alles, was mit Liebe und guten Produkten zubereitet wird, idealerweise auch noch von Menschen, die ich mag.

Kochen ist für mich…..

Entspannung, Inspiration und die zweitschönste Nebensache der Welt!

Mehr Erlebnisse, Rezeptideen und Fotos teilt Ingeborg hier!

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Wir ermöglichen foodies (Essensliebhaber) mit unseren TastyBoxen, die besten handgefertigten Lebensmittel Europas NEU zu entdecken und wie ein Meisterkoch zu kochen. Wir finden ehrliche Lebensmittel von ehrlichen Menschen und erzählen die Geschichte hinter den Produkten.

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